Zehn Thesen
zum Wiederaufbau
des Alten Rathauses
und der Waage an der Ostseite des Marktplatzes
von Halle
Dr. iur. Michael Kilian
Professor für Öffentliches Recht, Völker- und Europarecht
an der Juristischen Fakultät der Universität Halle-Wittenberg
Richter am LVG Sachsen-Anhalt a.D.
Professor sein bedeutet, sich zu etwas bekennen zu können, in manchen Fällen
auch bekennen zu müssen. Also bekenne ich folgende
Zehn Thesen zum Wiederaufbau
des Alten Rathauses und der Waage an der Ostseite des
Marktplatzes von Halle:
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Die rekonstruierende Bebauung der Nord-Ost-Ecke bietet - für
lange Zeit - die letzte Gelegenheit für die Wiederherstellung einer
historisch intakten Kulturstadt Halle an dieser Stelle.
a) Halle gehört zu den ganz wenigen im Krieg kaum oder nur punktuell, wie im
Bahnhofsviertel, zerstörten deutschen Großstädten. Gerade dieser Stadt mit
ihrem reichen Altbauerbe würde es gut anstehen, das, was fehlt,
stellvertretend für andere völlig zerstörte Großstädte wieder aufzubauen.
Warum soll der zeitbedingte Zufallsabriß von Rathaus und Alter Waage
historisch unumkehrbar sein?
b) Keine mir bekannte deutsche Großstadt (und kaum eine ausländische
Großstadt) gewönne mit dem Wiederaufbau einen architektonisch und historisch
derart reich bestückten Marktplatz, von der Renaissance bis zur Moderne.
c) Ausgerechnet an der verwaisten Nord-Ost-Ecke anstelle der historischen
Bausubstanz einen Kaufhaus-Neubau vorzusehen, wäre ein weiteres negatives
Beispiel eines verfehlten Umgangs mit der Denkmalsvergangenheit einer
deutschen Stadt. Die Reue würde folgen.
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Halle ist es wert, um unersetzliche Bauten (wieder-)ergänzt
zu werden.
a) Mein erster bleibender Eindruck von Halle war, als ich vor genau zehn
Jahren hierher kam: eine glücklich bewahrte, großartige Urbanität,
wenngleich beschädigt und zu retten. Diese Chance wurde im wesentlichen
genutzt. Mein nächster Gedanke war aber auch: es fehlen noch das Alte
Rathaus und die Waage, dann wäre die Stadt wieder ein – weitgehend –
komplettes Gesamtkunstwerk: ein überaus reizvolles Ensemble historisch
gewachsener Gebäude von besonderem Kunst- und Stimmungswert.
b) Ich wuchs in einer fast komplett zerstörten, dann vollständig
rekonstruierten Stadt auf (Freudenstadt im Schwarzwald, Festungsstadt der
Renaissance mit dem größten Marktplatz Westdeutschlands) und kannte die
Argumente pro und contra einer Rekonstruktion hinreichend (Freudenstadt
wurde ab 1952 vollständig in alter Form rekonstruiert – einschließlich des
riesigen Arkaden-Marktplatzes).
c) In den vergangenen Wochen erfuhr ich verblüfft, daß Bürgerbewegungen und
Parteien im Überschwang der historischen Stunden der Jahre 1989 und 1990
einhellig für die vollständige Rekonstruktion dieser Gebäude eingetreten
waren. Warum ist dies heute nicht mehr der Fall, wo es darauf ankäme?
Verschläft Halle so die in anderen Städten längst im Gange befindliche
Bürgerbewegung einer Rekonstruktion verlorener Stadt-Denkmale?
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Eine gelungene Rekonstruktion ist immer auch ein
Wirtschaftsfaktor.
a) Eine Rekonstruktion versöhnt nicht nur geschichtsbewußte Bürger mit ihrer
Stadt, sondern hat fast immer auch einen wirtschaftlichen Gewinn zur Folge.
Es ist bemerkenswert, daß man in Deutschland immer wieder darauf hinweisen
muß.
b) Eine Rekonstruktion im Krieg und durch einen vorschnellen Abriß verloren
gegangener historischer Gebäude wie dem Alten Rathaus und der Waage wäre das
beste Stadtmarketing, das sich denken ließe.
Der Kunst- und Vorzeigewert einer Stadt spielt darüber hinaus auch bei
Entscheidungen des internationalen Management wie der Standortwahl für
künftige Betriebsstätten eine Rolle.
c) Was die Rekonstruktion kosten würde, wäre in wenigen Jahren durch ein
erhöhtes Tourismusaufkommen wieder ersetzt, wie zahlreiche Beispiele anderer
Städte belegen.
Wegen eines solchen weiteren Kaufhausbaus, der an jeder anderen Stelle seine
Berechtigung hätte, würde (um nun einmal ökonomische Argumente zu
gebrauchen) kein einziger Tourist den Weg nach Halle finden. Kaufhäuser
finden Amerikaner und Japaner auch bei sich zu hause, historische
Bausubstanz dagegen nicht. Es gibt in der Innenstadt andere Baulücken genug,
bei deren Auffüllung kein historischer Erinnerungswert auf ewig zerstört
würde und die ebenfalls eine gewerbegünstige Lage böten.
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Rekonstruktion ja oder nein ist stets eine Frage der inneren
Einstellung zur Stadt, zu ihrer Geschichte wie zu ihrer Gegenwart.
a) Was weg ist, ist eben weg, ist eine tabula rasa-Mentalität, die leider
typisch deutsch ist, die meisten unserer westdeutschen wiederaufgebauten
Städte aber zu den langweiligsten in Europa gemacht hat. Dies entnahm ich
meiner Presselektüre über Stimmen aus Großbritannien oder aus Österreich,
die dieser Auffassung sind, aber auch der Lektüre deutscher Pressestimmen
wie jüngst Bartetzky in der FAZ vom 5. 6. 2002, S. 58: „... Während im
Westen die Modernisierungswut des Wirtschaftswunders und die
Fußgängerzonenbegeisterung der siebziger Jahre aus den Städten den letzten
Hauch einstiger Anmut und gewachsener Urbanität verbannten, blieben im Osten
die alten Plätze und Straßenzüge oft unangetastet ...“. Wir machen in Halle
alte Fehler von gestern nach – und verspielen so in den neuen Ländern einen
durch den Westen uneinholbaren Standortfaktor!
b) So lieblos, wie wir mit unseren Städten umgehen (vgl. etwa das endlose
und allgegenwärtige Sprayer-Geschmiere, das man in dieser Intensität nur in
Deutschland findet – nicht etwa in Österreich - das vom Tourismus – gut! –
lebt), genauso lieblos gehen wir auch mit unserem demokratischen Gemeinwesen
um. Für eine Bürgergesellschaft ohne Ressentiments wäre der Wiederaufbau des
Alten Rathauses keiner Debatte wert, man würde es einfach tun und anpacken.
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Gerade eine Rekonstruktion trägt zur Identitätsbildung und
zum Selbstbewußtsein einer Stadt bei, wie viele Beispiele zeigen.
a) Sachsen-Anhalt, ein Land mit geringem eigenem Identitätsbewußtsein,
bekennt sich in seiner demokratischen Landesverfassung vom 16. Juli 1992 zum
Kulturstaat: „Kunst und Kultur sind durch das Land u n d d i e K o m m u n e
n zu schützen und zu fördern“ (Artikel 36 Absatz 1 LV-LSA), „Die
heimatbezogenen Einrichtungen und Eigenheiten der einzelnen Regionen
innerhalb des Landes sind zu pflegen“ (Absatz 2), schließlich: „Das Land
sorgt, unterstützt von den K o m m u n e n, für den Schutz und die Pflege
der Denkmale von Kultur und Natur“ (Absatz 4).
b) Wer sagt, daß hierzu nicht auch verloren gegangene Denkmale gehören,
sofern irgendeine Chance besteht, diese – wie in unserem Falle am
nordöstlichen Marktplatz – eines Tages wieder erstehen zu lassen?
Verfassungsrecht ist gelebtes Recht, es hat auch auf die Zukunft zu
verweisen – oder es ist totes Recht.
c) Die Gemeinde ist „Grundlage und Glied des demokratischen Staates“ (§ 1
Abs. 1 Satz 1 der Gemeindeordnung). Aufgabe und Ziel der Gemeinde ist es,
„das Wohl ihrer Einwohner zu fördern“ (§ 1 Abs. 1 Satz 2 der
Gemeindeordnung). Hierzu gehört nicht einseitig nur das wirtschaftliche
Wohl, sondern auch das soziale Wohl, die Identität, und sei es in
ästhetischer Gestalt: dem Sich-Freuen am Schönen, an der Vergangenheit – mit
dem Nutzen für die Gegenwart und Zukunft.
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Das Selbstverständnis in der Rekonstruktionsfrage wendet
sich auch in Deutschland.
a) Das Umschwenken der öffentlichen Meinung zugunsten von Rekonstruktionen
nach einem lange andauernden fach-öffentlichen Diktat gegen Rekonstruktionen
(insbes. leider auch vieler Denkmalschützer) hat in vielen Städten längst
eingesetzt. Ein Beginn im Westen war Hildesheims Marktplatz, heute geht es
um Potsdam, Berlin, Leipzig, Dresden. Halle stünde nicht am Beginn, sondern
inmitten eines längst begonnenen und längst fälligen Um- und Neudenkens in
dieser uns alle als Bürger angehenden Frage.
b) Vor unseren Augen stehen zahlreiche deutsche Städte, deren Seele durch
Krieg und Abriß – auch durch verfehlten Neubau - endgültig und
unwiederbringlich genommen wurde (ich nenne sie aus Pietät nicht: um
niemandem weh zu tun). Halle hätte mit der Rekonstruktion weniger,
schmerzhaft fehlender Gebäude die große, fast einmalige Chance, diese seine
Seele wieder zu gewinnen, und damit für die Zukunft für kommende
Generationen zu bewahren. Noch jede Stadt hat in späterer Zeit ihren
versäumten Chancen nachgetrauert (man denke an das verschwundene
Braunschweiger Stadt-Schloß).
c) Den billigen Vorwurf, ein „Ewig-Gestriger“ (oder noch Schlimmeres) zu
sein - den es in dieser denunziatorischen Form nur bei der
Rekonstruktionsdebatte in Deutschland gibt - hat der Nobelpreisträger
Professor Günter Blobel in Halle vor wenigen Tagen erfreulich entschieden
und überzeugend zurückgewiesen. Ich scheue als Staatsrechtler diesen Vorwurf
einer seltsam verqueren political correctness ebenfalls nicht, denn er geht
zu sehr an der Sache vorbei.
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Halle findet sein größtes Kapital in seinen
unverwechselbaren Bauten.
a) Nach zwei wenig gelungenen Marktplatz-Ergänzungen (dem Kaufhausneubau
anstelle des wertvollen Kinderkaufhauses aus der Bauhaus-Tradition und dem
Banken-Eck) droht nunmehr ein drittes Mißlingen, diesmal aber an einem
einmaligen historischen Ort.
b) Neben seinen Menschen ist die historische Bausubstanz unser einziges
Kapital in Halle, über das wir noch verfügen. Jede Stadt braucht etwas,
womit sie sich identifizieren kann: die Frauenkirche, den Magdeburger Dom,
das Bauhaus in Dessau. Halle hat zahlreiche Denkmale, in seinem Kern jedoch,
am Marktplatz, ist es verarmt und beklagt eine schmerzvolle Lücke.
c) Wie es ein Weltkulturerbe gibt, das von der UNESCO (oft gegen vielfachen
Unverstand) bewahrt wird, so gibt es auch ein Stadt-Kulturerbe. Insbesondere
Halle hat ein vielfach beklagtes Identitätsdefizit. Identität wird aber
nirgends so sehr manifest wie an Gebäuden, sehr oft an verlorenen Bauten
(Freudenstadt, Hildesheim, Frauenkirche, Universitätskirche). Halle ist
nicht Dresden, aber selbst in Dresden mußte sich die praktische Vernunft der
Bürger erst durchsetzen. Sie hatte das Glück, daß weltberühmte, unabhängige
und unvoreingenommene Künstler und Gelehrte sich für eine Rekonstruktion
unzweideutig einsetzten.
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Rekonstruktion bedeutet nicht unechten „Talmi-Flitter“,
sondern Chance.
a) Wäre dies der Fall, so wären z.B. Warschau und Danzig (aber auch z.B.
Rothenburg ob der Tauber, das zu 40 % zerstört war!), unechte
Kulissenstädte. Tatsächlich verwahren sie überaus eindrucksvoll das
gesamteuropäisch-historische wie das polnische Denkmal- und Kulturerbe. So
gesehen wurden diese überragenden Rekonstruktions-Leistungen nicht nur für
Polen, sondern für uns alle als Europäer gebracht. Ähnliches gilt für das
europäische Erbe der Frauenkirche und – hoffentlich – des Neumarkts in
Dresden.
b) Der deutsche Echtheits- und Authentizitäts-Wahn gleicht einer
puristischen Prinzipienreiterei und überzeugt wenig als Gegenargument einer
Rekonstruktion; Purismus gibt es als Gedankenspiel, nicht aber in der
Lebenswirklichkeit. Im Ausland ist man sehr viel undogmatischer und
pragmatischer – zu seinem Wohl. Vieles, was wir im Ausland bewundern, ist
keineswegs „authentisch“, sondern im Laufe der Geschichte oft mehrmals
rekonstruiert oder auch nachempfunden worden.
c) Deutschland insgesamt ist wenig fähig, „weiche“ Wirtschaftsformen, wie
z.B. Spielfilme, Unterhaltungsmusik, Mode, Touristik, savoir vivre,
Geschmackskultur, zu entwickeln und wirtschaftlich erfolgreich zu
exportieren, hier sind wir gegenüber Italien, Frankreich, ja Österreich
scheinbar hoffnungslos im Hintertreffen. Diese mangelnde Geschmackskultur
zeigt sich auch in der öffentlichen Ästhetik – und nicht zuletzt in der
Rekonstruktionsdebatte. Andere Völker sind weiser – und gönnen sich das
Schöne einfach (und leben auch noch gut davon). Die Deutschen suchen dieses
sich Wohlfühlen folgerichtig im Ausland, etwa in pittoresken italienischen
Altstädten oder in österreichischen Kaffeehäusern. Nachhause kehren wir
zurück in die „Unwirtlichkeit unserer Städte“ (Alexander Mitscherlich) und
gar in die „Gemordete Stadt“ (Wolf Jobst Siedler) – nehmen dies als
unveränderbar hin und finden uns anscheinend resigniert damit ab! Wir
verdienen es wohl nicht besser. Zeigt sich irgendwo ein bißchen Urbanität,
wird diese überdankbar angenommen (Leipziger Innenstadt, Dresdener Neustadt,
einige Straßen in Halle).
d) Die deutschen Bewunderer spanischer, französischer, italienischer,
tschechischer oder österreichischer Innenstädte lassen sich in Deutschland
mit kruder ökonomisierter Funktionalität oder einem schematischen
„postmodernen“ Modernismus um seiner selbst willen abspeisen, auf Kosten der
Ästhetik. Die genannten Länder sind selbst Kulturstaaten, eine Bezeichnung,
dessen wir uns immer so gerne rühmen, sofern sie nichts kostet. Aber
Mailands große Passage wäre unter ökonomischen Sachzwängen niemals gebaut
worden - und der heutige Fremdenverkehr profitiert immer noch davon. Der
Freudenstädter Wiederaufbau, der Frankfurter Römer oder der wunderschön
rekonstruierte Hildesheimer Marktplatz waren höchst umstritten. Seit langem
sind sie sämtlich angenommen, alle sind froh darüber: zuerst die Bevölkerung
selbst, dann die meisten Experten, und jeder ist eigentlich dafür gewesen –
hinterher. Ähnlich wird es auch in Dresden, Potsdam und in anderen Städten
sein.
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Es gibt kein wirklich überzeugendes Argument gegen eine
Rekonstruktion.
a) Kaum eines der immer wieder gegen die Rekonstruktion von Altem Rathaus
und Waage vorgebrachten Argumente überzeugt: die „gewohnte Größe“ des
jetzigen Marktplatzes (seit wann ist eine willkürlich geschehene Platzgröße
als Folge eines Krieges ein Argument?), die vielen weiteren, noch zu
rettenden Altbauruinen (wann hätten sich in der Vergangenheit viele Stimmen
zur Rettung manchen Barockhauses erhoben, das dann doch abgerissen wurde?),
das „fehlende Geld“ von Halle (es gab ärmere Städte, etwa in Italien oder
Polen, die mutiger waren), die anderen Einrichtungen, die man dafür bauen
oder erhalten könnte (damit würde j e d e s erdenkliche Vorhaben von vorn
herein beiseite geschoben, denn solche Notwendigkeiten wird es immer geben).
Zuweilen beschleicht einen sogar der Gedanke, in Deutschland scheue man
unbewußt (?) in einer Art Selbstbestrafung davor zurück, Vergangenes, gerade
wenn es besonders schön gewesen ist, wieder zu beleben. Als ob die
verlorenen Kulturdenkmale Schuld an den deutschen politischen Versäumnissen
und Verbrechen auf sich geladen hätten. Verlust oder neue Häßlichkeit als
historisch gerechte Strafe.
b) Die Gegenargumente greifen somit nicht: teils sind sie
„Totschlagsargumente“, teils sind sie nicht nachvollziehbar, teils einfach
nur vorgeschoben gegenüber einer fälligen ästhetischen
Grundsatzentscheidung. Zeitgemäße Nutzungen sind auch in rekonstruierten
Denkmalen stets möglich, nur Denkfaulheit sieht hier Hindernisse. Überdies
hat die moderne Architektur in Halle ihre Orte und Chancen, auch ihre
Triumphe, gehabt und wird sie haben. Kein vernunftbegabter Zeitgenosse würde
dies leugnen: wir sind stolz über unseren in Europa einmaligen neu-alten
Universitätscampus oder über das wunderschön eingepaßte neue Händel-Viertel
mitten in der Altstadt.
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Jetzt gilt es, sich zu entscheiden und zu handeln, ehe es zu
spät ist.
Halle ist als Architektur-Gesamtkunstwerk in seiner Größenordnung fast
einzigartig in
Deutschland: Es ist fünf vor zwölf, den entscheidenden Schlußstein an diesem
Gesamtkunstwerk zu setzen - zumindest aber den Stadtraum hierfür für
künftige, geschichts- und kulturbewußtere Generationen freizuhalten!
Das bauliche Wiedererstehen der Gebäudegruppe könnte den dringlich
benötigten Identifikationsschub für Halle als Stadt mit (unverdientem)
„schlechten Ruf“ bewirken. Man sähe etwas täglich, wie es vor den eigenen
Augen seiner Vollendung zu geht.
14.06.2002
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